Veröffentlichungen

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Das Eine tun und das Andere nicht lassen - Psychoanalyse und Gesundheitswesen, in:

Zusammenfassung:
Psychoanalyse und Gesundheitswesen erscheinen auf den ersten Blick als zwei Felder, die nicht oder zumindest kaum miteinander zu vereinen sind. Auf der einen Seite ein hoch komplexes, interaktives Geschehen zwischen Analysand/Analysandin und Psychoanalytiker/in, welches in einem vorgegebenen Setting, aber in weiten Zeithorizonten der Rahmen darstellt, um individuelles Erleben des Analysanden/der Analysandin zu verstehen und mit dem Ziel des Autonomiegewinns zu verändern. Auf der anderen Seiten ein hoch reglementiertes gesellschafts- und machtpolitisch bestimmtes Feld, welches klare Rahmenvorgaben gibt und kleinschrittig vorgibt, wie Heilprozesse unterstützt und realisiert werden sollen. Der Frage, Inwiefern diese beiden Felder trotzdem aufeinander bezogen werden können, geht der Autor in seiner Arbeit nach. Anhand und in Abhängigkeit der aktuellen Entwicklungen werden Chancen und Risiken der Psychoanalyse im schweizerischen Gesundheitswesen dargestellt und in einem weiteren Schritt ein möglicher Platz der Psychoanalyse in der Gesundheitsversorgung definiert.

Schlüsselwörter:
Psychoanalyse, Gesundheitswesen, Salutogenese, Gesundheit, Krankheit, Psychoanalytische Psychotherapie, Gesundheitskosten.


Die Psychotherapie am Scheideweg
Neue Zürcher Zeitung; 10. Juli 2008nzz 10.07.08 Nr. 159 Seite 15 il Teil 01

Die Psychotherapie am Scheideweg
Ein Plädoyer zur Rettung der nichtärztlichen Psychotherapie


Die psychologische Psychotherapie ist ein wichtiger Pfeiler der Grundversorgung der Bevölkerung
Grundlage für den NZZ-Artikel vom 5.6.2015

Zusammenfassung:
Nach Inkrafttreten des Gesetzes über die psychologischen Berufe (PsyG) sollen die eidgenössisch anerkannten Psychotherapeuten endlich als selbständige LeistungserbringerInnen zulasten der Krankenkassengrundversicherung anerkannt werden.
Wie aus gut unterrichteten Kreisen bekannt geworden ist, will das Bundesamt für Gesundheit BAG im Frühling entscheiden, ob und wie die psychologischen PsychotherapeutInnen als LeistungserbringerInnen in den Grundversicherungskatalog aufgenommen werden sollen. Von den massgeblichen Berufsverbänden ist zurzeit wenig zu hören. In dieser Situation sind mehr denn je pragmatische und konsensfähige Vorschläge gefordert. Einen solchen kann das sogenannte „Anordnungsmodell“ sein, d.h. ein Arzt stellt die Indikation zur Psychotherapie und überweist den Patienten oder die Patientin an eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten. Bei diesem Modell behalten die Ärzte einen Teil ihrer Vormachtstellung; sie verordnen die Behandlung. Im Gegenzug erlangen die psychologischen PsychotherapeutInnen die Anerkennung als selbständige LeistungserbringerInnen in der Grundversicherung. Dieses Modell wird in anderen Bereichen wie Physio- oder Ergotherapie bereits erfolgreich angewandt.

 

Copyright by Thomas Merki, Psychoanalytiker